Der Geburtstag in Rumänien 2009

Der Geburtstag in Rumänien 2009

 


Verschlafen quäle ich mich, um 4:30 Uhr, aus dem Bett um pünktlich beim Kulturhaus zu erscheinen. Leider hatten nicht alle die gleiche Motivation wie ich! Naja… wurscht! Also stürzten wir vier (Hansi, Gottfried, Othmar und Romi) uns ins Abenteuer. Am Spitzenbichl steigt Hubert ein, in Klagenfurt schnappen wir uns noch Günther und nichts wie auf die Autobahn Richtung Satu Mare. Als uns dann in Ungarn der Hunger quält, beschließen wir die Fahrt zu unterbrechen und einen Happen essen zu gehen. Sonst gibt’s nichts Außergewöhnliches von der Hinfahrt zu berichten. Aber fürs Fahren bin ich schließlich nicht aufgestanden.Auch ohne Ioan’s Hilfe konnten wir unser Hotel, ohne Umwege, finden. Nach dem Beziehen unserer Zimmer mussten wir dann auch noch umziehen, da diese Schlingel uns Zimmer ohne Klimaanlagen andrehten. Zwar hatte das Zimmer nun eine Klimaanlage, aber auch das Wasser blieb auch kalt. Nach einer Erfrischung unter der kalten Dusche ging es los, Rumänien zu erkunden. Als erstes führte uns Ioan zum Geldwechseln, in einer Seitengasse mit Spezialwechselkurs. Da Ioan schon jahrelange Rumänien-Erfahrung hatte, riet er uns nicht allzu viel Geld zu wechseln. 50,– EUR wechselten die meisten, dieses Geld sollten uns die drei Tage finanzieren. Danach ging es durch den Markt, an sehenswerten Dingen vorbei, zum Hauptplatz von Satu Mare und schließlich zu einer Bar. Als wir zahlen sollten, staunten wir nicht schlecht über unsere Rechnung (18 Bier, 3 Cappy, 1 Familienpizza ? 30,– EUR). So ging der erste Tag… zu Ende.

Auf, auf…! Hieß es am zweiten Tag. Nach einem üppigen Frühstuck mit grauem Kaffee und getrocknetem Brot, bestiegen wir Ioans Wagen und starteten unsere Erkundungstour. Unser Ausflug führte uns nach Nord-Osten, Richtung ukrainische Grenze, durch Wälder, über Wiesen und Felder, auf Berge und durch Täler. Die erste Stadt, unserer Tour durch die panonische Tiefebene, hieß Negresti-Oas. Anschließend ging es an der ukrainischen Grenze entlang, in die Stadt Sighetu Marmatiet. Dort lenkten wir den Wagen wieder Richtung Satu Mare. Zuerst mussten wir über einen sehr kurvenreichen Pass nach Baia Mare. In Baia Mare gab es dann auch schon einen Wegweiser nach Satu Mare dem wir folgten. Die obligatorischen Pausen (essen, urinieren, fotografieren, schlafen,…), müssen ja nicht extra erwähnt werden!?

Total gerädert und müde verließen wir den klimatisierten Kleinbus, torkelten durch das Foyer und erfrischten uns schließlich mit einer kalten Dusche.Wieder hergestellt beehrten wir eine Pizzeria mit unserer Anwesenheit, um eine Kleinigkeit zu essen. Diese Kleinigkeit stellte sich als Wochenverpflegung einer Kompanie heraus. Vollgestopft musste der übliche Schnaps das Mahl abrunden. Der anstrengende Ausflug setzte alle Vereinsmitglieder Schach Matt, welche zeitig die Schäfchen zählten.

Es ist Samstag und der Kaffee sieht immer noch so unappetitlich aus. Wir zeigen uns wieder von unserer besten Seite und lassen uns unseren Unmut nicht anmerken. Zeitig am Vormittag treffen wir uns vor dem Hotel und fahren mit Ioan zum Friseursalon (eines der Highlights des Ausfluges). Beim Friseursalon angekommen, ging es auch schon ans eingemachte. Gesichtsmaske hier, Haarshampoo da, Nagelfeile dort, … ein undurchschaubares Wirrwarr an Behandlungen mussten wir über uns ergehen lassen. Das Ergebnis lässt sich bei einigen schon zeigen, bei anderen ist es fraglich ob die Haare nicht vollkommen entfernt werden sollten. Bis alle Schachspieler generalsaniert waren, war auch der Vormittag vorüber. Nachdem auch der Reifen des Busses gewechselt war fuhren wir Richtung Hodisa.
Als wir in Hodisa ankamen konnten wir endlich die viel gerühmte Diskothek bewundern. Eine große Tanzfläche, eine Theke, Eingerichtet mit Tischfußballtisch, Billardtisch und Tischtennistischen hat diese Diskothek alles was die Jugend von heute braucht. Da wir ja viel zu früh bei der Party eintrafen, hatten wir noch Gelegenheit das Dorf zu besichtigen. Das ganze Dorf lebt an der Hauptstraße und die meisten Menschen sitzen vor den Häusern, um am Leben im Dorf teil zu nehmen. Der Besuch der örtlichen Kirche und der Spaziergang zum Badeteich umfassten den Erkundungsrundgang (Hin- und Rückgang).Ein Eis beim lokalen Greissler, und der Hunger hatte uns wieder. Zurück am Partygelände mussten wir erfahren, dass das Kalb noch mindestens vier Stunden über dem Feuer gegrillt werden muss. Aber die Kartoffelsuppe konnte schließlich verputzt werden. 🙂 Viele, viele Schnäpse und Biere später überreichte der Obmann, mit einer hervorragenden Rede, unserem Geburtstagskind seine Geschenke. Unser gerührter Kamerad konnte seine Freude, über unseren Besuch, kaum in Worte fassen.

Was auch immer geschah, es musste immer ein Schnaps getrunken werden. Je mehr Schnaps getrunken wurde desto mehr waren auf der Tanzfläche (dieses Phänomen kann man auch in heimischen Lokalen feststellen). Die Band spielte, das Bier rann, das Kalb wurde gegessen, der Regen blieb fern, das Rumänisch wurde dem Deutschen immer ähnlicher, … so verging der restliche Abend bzw. Nacht. Mit dem Fortschreiten der Nacht bewegten sich auch die Gäste heimwärts, also ließen wir uns von unserem Chauffeur zum Hotel bringen.

Nach einer viel zu kurzen Nacht traten wir die Heimreise an. Bevor wir aber über die Grenze rollten, tauschten wir die „übrigen“ Leu gegen Diesel. Von Rumänien nach Ungarn, am Plattensee vorbei, ein Zwischenstopp in der Steiermark und schon hat man ca. 12 Stunden Busfahrt hinter sich gebracht!

Das war unser Ausflug nach Satu Mare in Rumänien.

PS: Alle diese Impressionen sind halt immer am Schönsten, wenn man sie selber erleben kann.

Details

beginnt am

9. Juli 2009

Endet am

12. Juli 2009

Veranstaltungskategorien

Aktivitäten, Ausflug

Event-Schlagworte

2008/2009, 2009, Ausflug, Rumänien

Veranstaltungsort

Satu Mare

Satu Mare
Romania
440xxx

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